Schulung in „Leichter Sprache“

Am 11. Oktober wurden die Mitarbeiter/-innen der Wohnhäuser in der 3. Quartalsschulung des Jahres zum Thema „Leichte Sprache“ geschult. Unsere Mitarbeiterin Frau Kerstin Daske war hierbei die Referentin. Sie arbeitet als Bewohner-Vertretungs-Assistenz und ist zudem Fachpädagogin für Erwachsenenbildung und Expertin in leichter Sprache.  

Leichte Sprache ist für viele Menschen wichtig, denen das Lesen von ’normalen‘ Texten schwer fällt. Die allermeisten Texte im Alltag sind in ’schwerer Sprache‘ geschrieben – sie enthalten lange Sätze, Fremdwörter oder auch lange Worte, die man gut mit einem Bindestrich trennen könnte. All dies erschwert das Lesen.

Leichte Sprache gewinnt zunehmend an Bedeutung: Ob in der Werkstatt, im Wohnbereich, in der Freizeit oder in der Politik – immer mehr Menschen mit und ohne Behinderung entdecken die Chancen und Vorteile des Konzepts der Leichten Sprache.
Der Zugang zu barrierefreien und verständlichen Informationen ist zudem eine Verpflichtung für uns alle. Sie ergibt sich aus der sozialen Verantwortung und den Rechtsansprüchen der UN-Behindertenrechts-Konvention.
Dort ist in mehreren Artikeln festgelegt, dass Menschen mit Behinderung ein Recht auf verständliche Informationen haben.

Die Schulung „Leichte Sprache“ war für viele Mitarbeiter der erste Berührungspunkt mit der Thematik, vor allem wenn es um die praktische Umsetzung geht.
Daher wurde bei der Schulung zunächst theoretisches Grundlagenwissen vermittelt – von der Geschichte der Leichten Sprache über die Anwendungs-Regeln der Leichten Sprache.
Die praktische Anwendung wurde danach in Gruppen ausprobiert und eingeübt. So konnten alle Mitarbeiter das theoretische Wissen umsetzen und erproben und Ideen sammeln, wie Leichte Sprache in den Wohnhäusern eingesetzt werden kann.

 

Es war für alle eine sehr interessante Schulung, die viele Ideen für die Zukunft mitgebracht hat!