Comeback als Rucksack, Utensilo oder Badetasche


Zusammen mit den Grizzlys Wolfsburg hat die Textilveredelung der Lebenshilfe Wolfsburg ein Upcycling-Projekt auf die Beine gestellt. Aus gebrauchten Trikots der Eishockeyspieler ist eine 10-teilige Kollektion von Fanartikeln – übrigens alles Unikate – entworfen und produziert worden.

Kisten mit bunten Trikots stapeln sich in einer Ecke der Werkstatt. Hier sind noch die Reste der Spielertrikots und Stutzen zu finden, aus denen die Kollektion entstanden ist. Taschen, Rucksäcke, Utensilos, Schlafbrillen, Stirnbänder, Kissenhüllen und sogar eine Bauchtasche sind kreiiert worden undProbemuster entstanden, um  sich mit dem Material der getragenen Spielertrikots (Gameworn-Trikots) vertraut zu machen.

„Wir haben im ersten Schritt eine 10-teilige Musterkollektion entwickelt und Frau Dommnich, Leiterin des Merchandising der Grizzlys Wolfsburg, diese vorgestellt“, erläutert Nina Grigoriev, Gruppenleiterin der Textilveredlung Abteilung Stickerei/Näherei bei der Lebenshilfe Wolfsburg. Die Kollektion hat auf Anhieb  alle so begeistert, sodass nun im ersten Schritt die erste Bestellung realisiert wird.

Die Teilnehmer des Projektes, alles Beschäftigte der Lebenshilfe Wolfsburg, Zweigstelle Remotec/Textilveredelung, haben sämtliche Arbeiten (Mustererstellung, Arbeitsanleitung, Zuschnitt, Nähen) selber durchgeführt. So halten sie am Ende ein Produkt in den Händen, dessen Entstehungsprozess sie von Anfang bis Ende begleitet haben. „Das Zuschneiden jedes einzelnen Modells ist eine Herausforderung gewesen, da wir unterschiedliche Trikotmodelle und damit unterschiedliche Designs und Motive genutzt haben“, betont Nina Grigoriev, die das Projekt verantwortet.

Celina H. freut sich: „Als Fan der Grizzlys macht es mir doppelt Spaß, die Teile zu nähen“. Sebastian K. hat es sehr anspruchsvoll empfunden, die richtige Platzierung der Schnittteile auf die Designelemente zu finden. Und alle Projektteilnehmer sind sich mit Christine M. einig, dass es toll ist, eigene Ideen umzusetzen.

Bei der kreativen und fachlichen Anleitung hat  Nina Grigoriev, die als Gruppenleiterin und diplomierte Modedesignerin über das nötige Know How verfügt, die am Projekt beteiligten Beschäftigten unterstützt.

Ziel der arbeitsbegleitenden Maßnahme ist es, die Persönlichkeitsentwicklung und berufliche Qualifikation der Beschäftigten zu fördern. Dabei wird  großer Wert darauf gelegt, dass jeder so mitarbeiten kann, wie er nach seinen individuellen Fähigkeiten dazu in der Lage ist. Jeder Projektteilnehmer hat an jedem Kollektionsteil mitgearbeitet und so seine fachlichen Fähigkeiten weiter ausgebaut. Darüber hinaus werden soziale Kompetenz und Teamgeist gefördert.

„Auch für mich ist es eine wunderbare Erfahrung zu sehen, wie engagiert und kreativ unsere Beschäftigten dieses Projekt gemeistert haben“, betont Nina Grigoriev und wünscht sich, dass die neuen Fanartikel, die hier in der Werkstatt schon während der Produktion auf großes Interesse gestoßen sind, auch bei den Fans gut ankommen.