Projekt „Seitenwechsel“ auch bei Remotec

Azubis erstmals in Lebenshilfeaußenstelle „Remotec“

Premiere beim Projekt Seitenwechsel: Drei Auszubildende lernten erstmals die Außenstelle „Remotec“ der Lebenshilfe kennen. Dort arbeiteten sie gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen mit seelischen Erkrankungen.

Während es im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe sehr laut und mit viel Frohsinn zur Sache geht, ist es in der „Remotec“ genau anders herum: Es herrscht mehr Ruhe, die Jugendlichen und Erwachsenen sind überwiegend in sich gekehrt. Doch davon ließen sich die Auszubildenden Theodoris Nideltsios, Vivienne Rentz und Gürkan Yumrukal nicht abschrecken. Als erste Auszubildende der Volkswagen Group Services besuchten sie im Rahmen des Projekts Seitenwechsel diesen Bereich der Lebenshilfe. Danach waren sich alle einig: „Das war eine wundervolle Erfahrung, die uns als Menschen definitiv geprägt hat.“ Lebenshilfe-Betreuer Jörg Schnelle stellte zufrieden fest: „Es war schön zu sehen, wie schnell die anfänglichen Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut wurden.“

Normalerweise findet das Projekt im Berufsbildungsbereich statt. Dort arbeiten Jugendliche mit geistiger und körperlicher Behinderung. Jeder Auszubildender bekommt einen Paten zur Seite gestellt, mit dem sie die Woche über arbeiten und Ausflüge, wie beispielsweise an den Aller See, machen. „Es ist schön zu sehen, dass unsere Azubis so wenige Berührungsängste mit diesem Thema haben“, erklärt Schwerbehindertenvertreter Gianluca Iannella. „Dieses Projekt macht unsere jungen Kolleginnen und Kollegen um viele Erfahrungen reicher. Darum freue ich mich, dass wir es jetzt sogar ausweiten konnten.“

Der neue Einsatzbereich war nun eine ganz andere Erfahrung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe, die bei „Remotec“ beschäftigt sind, standen teilweise bereits voll im Berufsleben und versuchen nun wieder Anschluss zu bekommen und sich einen geregelten Tagesablauf aufzubauen. Die Berührung mit den Auszubildenden der Volkswagen Group Services hilft dabei, Hemmungen abzubauen und mit ungewohnten Situationen umzugehen. So profitieren beide Seiten.